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Erziehungskonzept


Standort/Kategorie: Beverungen, Dalhausen
Datum: 9. März 2017
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Auszug aus dem Erziehungskonzept des Grundschulverbundes Beverungen – Dalhausen

Unsere Schule ist ein Ort des Lebens und Lernens an dem alle willkommen sind und sich wohlfühlen sollen.

Unterricht und Erziehung verstehen wir als untrennbar miteinander verbundene Einheit. Wir wollen die Kinder darin fördern, vereinbarte Regeln einzuhalten, Mitmenschen respektvoll zu behandeln, ihrem Tun Aufmerksamkeit zu schenken und sich ihren Aufgaben diszipliniert zu stellen. Entscheidend für das Wohlbefinden aller an unserer Schule Beteiligten ist ein Schulklima, das von Mitmenschlichkeit, Rücksicht, Respekt und Toleranz geprägt ist.

Wir haben dazu ein einheitliches Erziehungskonzept erarbeitet, um eigentlich selbstverständliche Umgangsformen wieder in den Mittelpunkt zu stellen.

Wichtige Bestandteile des Konzeptes sind:

  • Höflichkeit gegenüber Erwachsenen und anderen Kindern,
  • Respektvoller Umgang miteinander,
  • Vermeidung körperlicher Auseinandersetzungen,
  • Unterstützung von Schwächeren,
  • Akzeptanz und Einhaltung von Regeln,
  • Reflexion über eigenes Fehlverhalten und Tragen der Konsequenzen,
  • Verantwortung übernehmen gegenüber Menschen und Dingen.

Nach umfassender Schulung durch einen kompetenten Moderator haben sich im Grundschulverbund alle Beteiligten in allen Jahrgängen auf folgende Leitsätze und Regeln geeinigt:

  1. Respekt, Aufmerksamkeit und Disziplin (RAD) sind wichtige Attribute im Hinblick auf ein friedvolles und erfolgreiches Zusammenleben.
  2. Um die oben genannten Ziele zu erreichen und einzuhalten, gelten folgende Regeln:
  • Die 3,2,1-Ruhe-Regel
  • Die Ampel
  • Der Klassenrat
  • Die Stopp-Regel

 

Die 3,2,1-Ruhe-Regel

Diese Regel sorgt für Ruhe und Aufmerksamkeit bei Unterrichtsbeginn oder nach unruhigen Unterrichtsphasen. Der Lehrer zählt langsam, laut und deutlich von 3 rückwärts und sagt „Ruhe“. Die Schüler suchen während der Zählphase ihren Platz auf, stellen sich auf oder fügen sich in eine entsprechende Ordnung. Bei dem Wort Ruhe wird nicht mehr gesprochen.

 

Die Ampel

Die Ampel soll helfen, Regelverstöße der Schüler im Unterricht zu visualisieren, zu dokumentieren und beinhaltet je nach Erreichen der unterschiedlichen Farbabstufungen eine Konsequenz.

In jedem Klassenraum befindet sich eine gebastelte Ampel mit den aufsteigenden Farben grün, gelb, rot. Alle Kinder haben eine Namensklammer. Die Namensklammer klemmt an der Ampel und zeigt den Kindern, wo sie sich auf der Verhaltensampel befinden.

Das grüne Feld steht für gutes Verhalten, dort starten alle Kinder.

Bei Fehlverhalten oder Verstößen gegen Respekt, Aufmerksamkeit und Disziplin (RAD) wird der Schüler mündlich ermahnt. Je nach Häufigkeit der Ermahnungen oder Schwere des Verstoßes wird der Name des Schülers an der Tafel notiert. Bei weiteren Verstößen wird der Name mit einer Strichliste (max. 3 Striche) ergänzt. Die mündlichen Ermahnungen und Striche verfallen am Ende des Tages, wenn der Schüler auf dem grünen Feld geblieben ist.

Erhält der Schüler den 3. Strich, wechselt seine Namensklammer auf das gelbe Feld. Nun muss er die Klasse verlassen und die restliche Stunde in einer Nachbarklasse verbringen. Bei Erreichen von Gelb zu Beginn oder zur Mitte der Stunde geht das Kind in eine andere Klasse. Die verpasste Arbeit holt es zu Hause nach. Zu Beginn der nächsten Stunde wechselt es zurück in die eigene Klasse. Die Namensklammer verbleibt auf dem gelben Feld und wird erst bei gutem Verhalten erst am Ende des nächsten Tages wieder auf Grün gesetzt.

Erfolgt der Wechsel gegen Ende der Stunde, verbleibt das Kind auch die folgende Stunde in der Parallelklasse.

Sollte sich das Kind weigern, in eine andere Klasse zu gehen, wird eine zweite Lehrkraft geholt, wenn es mit der zweiten Lehrkraft nicht mitgeht, kommt der Name auf Rot. Das Kind bleibt in der Klasse, der Lehrer kündigt ein Nacharbeiten im Anschluss an den Unterricht als Konsequenz (Pädagogische Maßnahme) an.

Kommt bei der Position Gelb ein weiterer Verstoß dazu (auch am nächsten Tag) wechselt das Kind auf Rot.

Das Kind ruft nun selbst zu Hause an und teilt mit, dass es am heutigen Tag 45 Minuten nacharbeiten muss. In Ausnahmefällen ist es möglich, das Nacharbeiten in Absprache mit den Eltern auf einen anderen Tag zu verschieben. Bei 6 Stunden Unterricht erfolgt das Nacharbeiten am darauffolgenden Tag.

Verweigert das Kind den Anruf bei den Eltern, rückt die Namensklammer auf den oberen Bereich des roten Feldes (Doppelrot). Nun informiert der Lehrer die Schulleitung. Der Lehrer ruft zu Hause an und führt ein Elterngespräch über die weiteren Konsequenzen.

 

Der Klassenrat, der regelmäßig tagt

Der Klassenrat tagt wöchentlich im Klassenverband. Dort werden positive und negative Situationen der vergangenen Woche aufgearbeitet und die Kinder im Hinblick auf Wertschätzung, Respekt und Toleranz ermutigt.

 

Die Stopp-Regel

Jedes Kind oder jeder Erwachsene, der sich gestört, bedrängt oder bedroht fühlt, macht dies durch ein deutlich ausgesprochenes STOPP deutlich. Nach dem Ausruf entfernt man sich aus dem Gefahrenbereich, indem man sich von dem Übeltäter abwendet. Der Übeltäter muss darauf reagieren, indem er das nicht gewünschte Verhalten unterlässt. Erfolgt diese Reaktion nicht, darf das Kind sich bei der dritten Nichtbeachtung bei einem Lehrer oder einer Lehrerin Unterstützung holen. Bei schweren Verstößen genügt ein einmaliges STOPP.

Passiert die Nichteinhaltung der erwünschten Reaktion während der Hofpause, wird der Übeltäter von der Aufsicht auf die ROTE BANK verwiesen. Auf jedem Schulhof befindet sich eine solche Bank. Dort muss die restliche Pausenzeit verbracht werden.