Raus aus dem toten Winkel – Das LKW-Projekt
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Hauptstandort Beverungen |
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1. Juni 2026 |
Jedes Jahr verunglücken Kinder im Straßenverkehr. Immer wieder kommt es durch rechts abbiegende LKW zu tragischen Unfällen, da Radfahrer und Fußgänger im toten Winkel übersehen werden. Diese Unfälle zählen zu den schwersten im Straßenverkehr, da Betroffene kaum eine Chance gegen die Wucht der schweren Fahrzeuge haben.
Die Mitglieder des Serviceclubs Round Table haben dies zum Anlass genommen, das Projekt „Raus aus dem toten Winkel“ ins Leben zu rufen. Auf Anfrage waren sie sehr gern bereit, diese Aktion auch an unserem Grundschulverbund durchzuführen.
Zunächst wurden die Kinder im Unterricht auf die Problematik toter Winkel aufmerksam gemacht. Es galt zu erkennen, dass man im toten Winkel vom LKW- Fahrer weder direkt, noch über einen Spiegel gesehen wird. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren, dass man nur über Blickkontakt feststellen kann, ob man sich im toten Winkel befindet. Und sie erlernten Verhaltensregeln, um Unfälle mit LKW zu vermeiden und vor allem den gefährlichen Hinterrädern aus dem Weg zu gehen.
Nun wurde der Lkw zum Klassenzimmer
Im Anschluss an den theoretischen Teil im Klassenraum profitierten die Dritt- und Viertklässler in Beverungen von dem praxisnahen Unterricht. So gestalteten die Mitglieder des RT 150 Höxter-Holzminden in ehrenamtlicher Tätigkeit am Dienstag, 19.05.2026 einen Projektvormittag. Auf dem Buswendeplatz stellten sie mit Hilfe eines großen LKW die Gefahrensituation für die Schülerinnen und Schüler nach. Drei mit Flatterband markierte Bereiche rund um das Fahrzeug zeigten anschaulich, wo sich die toten Winkel befanden. Jedes Kind durfte nacheinander in das Fahrerhaus steigen und feststellen, wie die Mitschüler im Spiegel verschwanden. Die Perspektive aus dem Führerhaus zeigte: Kein Kind neben dem LKW ist aus der Sicht des Fahrers – trotz Spiegeln – zu sehen, obwohl sich in dem Moment eine gesamte Schulklasse im toten Winkel des LKW befand.
Verhaltenstipps für mehr Sicherheit
Neben der Demonstration erhielten die Kinder praktische Hinweise zum Verhalten im Straßenverkehr – etwa, wie sie Abstand halten, sich sichtbar machen oder Blickkontakt mit dem Fahrer suchen können. Ziel der Aktion war es, Kinder frühzeitig zu sensibilisieren und ihnen Verhaltensstrategien mit auf den Weg zu geben, um Unfälle zu vermeiden.
Wir hatten einen sehr aufregenden Tag im Führerhaus des LKW und bedanken uns ganz herzlich bei den Ehrenamtlichen für die tolle Demonstration, die hilfreichen Tipps und die gewonnenen Einsichten.





Text: Dagmar Schmidt
Fotos Quelle: Schule